Projekte wie Sand am Meer

Bisher liegen der neu gegründeten Ruhr 2010 Gmbh ca. 400 Projekte vor, die sich eine offizielle Berücksichtigung bei der Gestaltung des Jahresprogramm Kulturhauptstadt 2010 wünschen. Eine Vielzahl weiterer werden noch entwickelt und es ist zu erwarten, dass im Umfeld der offiziellen Pfade kreative Ideen sprudeln und auch ohne den Kulturstadt-Stempel entstehen und präsentiert werden wollen.

Literaturprojekt - von der Isenburg, in Essen an der Ruhr zu den Blue Mountains, JA - WestIndes

Kurz vor dem 50. Geburtstag beschließt JA-SO-MONI,
sei es an der Zeit für einen Rückblick - auf ein halbes Jahrhundert seit ihrer angeblichen Inkanation im alten Krupp-Krankenhaus zu Essen.
Aus heutiger Sicht wirkt die Kindheit in der Zeisigstraße,  im Stadtwald,  wie ein Märchen.
Die romantische Vogelwarte gibt es längst nicht mehr, auch die Himbeer- und Brombeerhecken sowie die Wohn-Häuser  der Eltern, Verwandten und gewachsenen Eisenbahnersiedlung sind schon lange gewichen.
Es wohnt dort niemand mehr, den Sie noch von damals beim Namen nennen oder gar besuchen könnte.
Kennen Sie das Märchen "Die blaue Iris" von Hermann Hesse?
 
"An meinem 50. Geburtstag werde ich meinen Lieblingsort seit Kindestagen aufsuchen"!
Im Frühling auf der Ruine Isenburg - das frische Grün verdeckt noch nicht den Blick hinunter auf den See oder ist es in diesem Jahr anders? Wegen den ungewöhnlich warmen und sonnigen Apriltagen ist die Natur wesentlich weiter fortgeschritten in ihrer Entwicklung -
Mit dem Zug bis Bahnhof Stadtwald - vorbei am Reitstall - die Straße überqueren und den Weg zum Tennisplatz Grün-Weiss, bzw. zur KLUSE einschlagen. Zeisig und Pirolstraße führen direkt in den Wald - Waldhauswiese - Rübezahlwiese - hinunter zur Kluse - durch den kleinen Tunnel und ein kurzes Stück dem Weg entlang der Straße folgen, die zum Baldeney-See führt.
Dann links abbiegen - vorbei am Emil-Frick-Gelände geht es zum "Hermannsblick". Von dort geht es:
--> relativ steil hinunter bis zur Trinkhalle - Brücke, die zum Baldeney-See und links zum Schloß Baldeney sowie der kleinen Kapelle führt. In dieser kleinen Kapelle ging Sie als Kind oftmals am Sonntagmorgen mit Tante Martha, um am Gottesdienst teilzunehmen. In den vordersten Reihen des kleinen Gotteshauses gab es eine für die Familie Freiherr vom Stein reservierte.
--> relativ steil hinauf zur Isenburg - zwischen "heimlicher Liebe" und "schwarzer Lehne".
 
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Heute, am 11. Mai 2007 beginne ich meine Lebensgeschichte aufzuschreiben:
Am 14. Mai 1957 bin ich in Essen Ruhr geboren, als drittes,  letztes Kind und erstes Mädchen der 2. Generation der Familie A. Schwarz. Der Großvater Antonius war mit seiner Frau Ottilie aus Allenstein (Ostpreußen) am Anfang des 20. Jahrhunderts ins Ruhrgebiet gekommen, um bei der Bundesbahn zu arbeiten. Beide waren bereits kurz nach dem 2. Weltkrieg im Abstand von einem Jahr hintereinander verstorben. Ihr Vater Josef und dessen Bruder waren ebenfalls beide nach Kriegsende bei der Bundesbahn beschäftigt sowie eine der insgesamt 3 noch lebenden Tanten bis zu ihrer Frühverrentung.
In der Kantine der Bundesbahn haben sich ihre Eltern kennengelernt - ihre Mutter arbeite dort während des Krieges als Bedienung; oben erwähnte Tante an der Kasse und in der Lagerhaltung.
 
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ruhrwärts Kulturnetzwerk

Die "offizielle" Kulturhauptstadt 2010 hat sich nach Aussagen von Dr. Scheytt im Jahr 2006 zum Ziel gesetzt, sich auf die in der Bewerbungsschrift genannten Leuchtturmprojekte zu konzentrieren und sich "nicht zu verzetteln".
 
Wie weit diese Position zum aktuellen Zeitpunkt - I. Quartal 2007 - noch Bestand hat, mag dahin gestellt sein. Sicher ist jedenfalls, dass die ruhrige Kultur- und Tourismusbürokratie großen Gefallen an diesen Leuchttürmen findet.
 
Mein Wahlspruch seit dem Scheytt'schen Ausspruch: Ein Leuchtturm ohne Meer ist eine Bauruine!
 
Genau deshalb haben wir das Projekt ruhrwärts ins Leben gerufen: ein Netzwerk von Kulturschaffenden, Touristik-Experten und anderen UnternehmerInnen, mit dem Ziel, zu den Leuchttürmen den Sand, das Meer, den Wind und das Lagerfeuer zu liefern.
 
Im Gegensatz zu dem Top-Down-Ansatz des RVR verfolgen wir den Bottom-Up Ansatz. (Nicht Bottoms-Up, das wäre verfrüht...) Wir möchten die "Kulturhauptstadt von unten", die Darstellung der Vielfalt des Ruhrgebiets durch seine Bewohner. Wir setzen Bodenständigkeit gegen Hochkultur, die Begeisterung der Bevölkerung gegen den Applaus der Eliten, die Schönheit der Vielfalt gegen die Eleganz der Leuchttürme.
 
Dieses Gegenüberstellen soll eine Ergänzung sein, kein "Ihr da oben, wir da unten". Erst das Meer gibt dem Leuchtturm Sinn, und erst der Leuchtturm ermöglicht eine Orientierung auf dem Meer.
 
Ein letzter Aspekt: auch die Mitglieder von ruhrwärts möchten mit den Projekten Interesse für das Ruhrgebiet und seine Kultur wecken, Arbeitsplätze schaffen,  professionell und unternehmerisch arbeiten. Insbesondere also auch Geld verdienen. Wir sind der Überzeugung, dass Ruhr.2010 eine Chance für eine nachhaltige positive Entwicklung im Ruhrgebiet birgt: wir stellen unser berufliches Können in den Dienst dieser Vision.
 
ruhrwärts ist kein exclusiver Club, sondern ein Verein. Beitrittserklärungen und viele weitere Informationen finden sich auf der Homepage www.ruhrwärts.de.